Nelly´s Familie

Hier sehen Sie Nelly mit ihren Töchtern im Herbst 1996.

Wie ich 1994 nach Sang Tong Huts gekommen bin, lebte Nelly´s Großmutter Lucky hier. Toe erzählte mir die Geschichte von ihr. Er war nach dem Weggang von Louise und den Kindern alleine in Sang Tong Huts, als ihm zwei Hundedamen zu liefen. Zunächst genoß er ihre Gesellschaft, denn wurden die Damen jedoch läufig und Nacht für Nacht kamen die Hundeherren zu besuch, so daß Toe nicht mehr schlafen konnte. Er beschloß die Hundedamen auszusetzen und dachte sich am Müllplatz außerhalb der Stadt würden sie immer genug zu fressen finden und seien dort gut aufgehoben.
Also fuhr er die zwei in einem Sack mit dem Jeep zum ca. 10 km entfernten Müllplatz, gab der Wächterin 20 Baht, damit sie die Hunde nach 1 Stunde freiläßt.
Nach zwei Wochen kam ein Hund zurück. Toe beschloß sie zu behalten und nannte sie Lucky.
Der Ausflug blieb nicht ohne Folgen und Lucky bekam bald Junge. Einige blieben, andere zogen ihres Weges bzw. konnten vermittelt werden. Toe besuchte mich in Deutschland und bei seiner Rückkehr war nur noch Lucky´s Tochter da, die er wieder Lucky nannte.
Natürlich ließ die Natur nicht lange auf sich warten und es gab wieder 6 Welpen. Zusammen mit deb zwei Hunden unserer Angestellten lebten nun9 Hunde in Sang Tong Huts.
Leider erkrankten 3 an Staupe, ein fähiger Tierarzt war leider nicht aufzutreiben. Die anderen fielen dem Giftanschlag des Nachbarn zum Opfer. Nur Nelly überlebte.

Nelly´s Töchter

Das ist Holly. Sie wurde 1996 geboren und hat ihren Namen von Elivander Hollyfield, der damals zum ersten Mal Mike Teason schlug. Holly ist groß, schön und ein bißchen dumm, leider eine gute Jägerin. Aber auch sie fährt leidenschaftlich gerne mit dem Jeep. Dieses Wissen war auch ihre Rettung als nach der Sterilisation ihre Wunde aufging und sie sich verkroch. Als sie den Jeep hörte kam sie zurück und der Tierarzt konnte sie wieder zusammenflicken. Gegenüber Fremden ist sie erst skeptisch, aber das legt sich bald, wenn sie weiß, der gehört dazu.
vegiftet 2002
Das ist Chappy, die kleinste von Nelly´s Töchtern, aber auch die frechste. Auch Chappy hat schon einiges hinter sich, so überlebte sie fast unverletzt einen Zusammenstoß mit einem Tuk-Tuk in der Stadt. Manchmal dauert es ihr auch zu lange, wenn wir mit dem Jeep zum Flughafen oder rauf zum Tempel fahren, dann läuft sie schon mal heim.
Chappy sieht aus wie ein kleiner Schäferhund und Nelly denkt immernoch sie ist ihr kleines Baby. Die zwei sind unzertrennlich. Daher ist auch Chappy immer dabei, wenn eine Fahrt mit dem Jeep ansteht. Chappy ist ein sehr freundlicher Hund und hat den Schalk in ihren Augen.
vergiftet 2006
Das ist Shy. Wie der Name schon sagt, ist sie sehr scheu, zu Fremden geht sie gar nicht, lebt auch etwas abseits von den anderen. Sie ist sehr graziös, erinnert mich immer an ein nervöses Rennpferd.
Als es mal wieder Zeit war für die Antibaby-Spritze, rückte sie aus und wir dachten schon wir hätten sie verloren, aber nach 4 Wochen kam sie zurück und natürlich war sie schwanger. Aber ein gutes Mädchen wie sie ist, hat sie nur zwei Welpen zur Welt gebracht einen Buben und ein Mädchen. So wurde Nelly Oma, wobei sich Shy nicht sehr viel um ihre Babies gekümmert hat und so habe ich sie mit der Flasche aufgezogen.
Leider wird Shy seit September 2000 vermißt.

Hundestilleben 1999

Nelly´s Enkelkinder

Geboren sind die beiden am 13.10.1998. Endlich hatten wir mal wieder Welpen und so hübsche dazu. Nero war so süß, daß alle in ihn verliebt waren. Aber leider war er so neugierig und das hat ihn das Leben gekostet. Er starb am 06.02.99 an einem Schlangenbiß, in den Armen von Muk und mit Tränen in den Augen. Wir vermissen ihn sehr und immer wenn wir Lizzy, seine Schwester, ansehen müssen wir an ihn denken. Aber auch sie hat sich prächtig entwickelt, sie ist jetzt der größte Hund in Sang Tong Huts. Sehr clever, weiß genau wo die Hundeschokolade ist, und wird nie satt. Sie hat den tragischen Blick, der die Herzen erweicht, verteidigt aber ihr Haus und läßt keinen rein, außer Farang natürlich. Leider vermissen wir auch sie seit September 2001. Muk vermutete, daß sie von einem Auto überfahren worden ist.

Findelkinder und deren Kinder

Manchmal wird Sang Tong Huts auch zum Tierheim. Als wir nur noch Nelly hatten, brachten Leute drei Welpen zu uns. Ton Nai Pan, einen Rüden, Nu und Yellow. Nachdem Tong Nai Pan ausgewachsen war verließ er uns, Nu und Yellow wurden sehr schnell trächtig und gebaren zusammen 13 Welpen. Für einige fanden wir ganz gute Plätze, einige starben und eine lebt noch heute mit uns.
Nelly konnte aber Nu und Yellow nicht leiden und schmiß sie raus.
Charlie hat es auch vorgezogen auszuziehen, wir haben aber nie den Kontakt zu ihr verloren, zuerst lebte sie im Tempel und inzwischen hat sie der Mönch, der sie aufgenommen, zu einer Einsiedelei gebracht, wo er jetzt lebt. Muk und ich besuchen sie regelmäßig und sie hat uns nicht vergessen. Wir haben auch mit dem Mönch vereinbart, daß er sie sterilisieren läßt und sich danach um sie kümmert. nach ihr ist auch Charlie´s Hut benannt, weil sie die neue Hütte gleich in Beschlag genommen hat, denn auf Dauenendecken schläft sich doch am Besten. Buffalow ist Charlie´s Schwester und unser großes Schmusekind. Wenn es nach ihr ginge, wäre den ganzen Tag streicheln angesagt. Den Namen hat ihr Toe gegeben, ich war damit nicht ganz einverstanden, ein so häßlicher Name für einen so schönen Hund. Buffalow hat ihren täglichen Kampf mit Nelly, jeden Tag das gleiche Ritual, deswegen ist sie am liebsten bei uns im Haus. Sie liebt und braucht die menschliche Anwesenheit und wäre eigentlich als Einzelhund besser aufgehoben.
vergiftet 2004
Dun ist Nu´s Tochter und eine echte Nervensäge. Sie ist der Empfangschef von Sang Tong Huts, denn wenn jemand kommt, schlägt sie an im wahrsten Sinn des Wortes. Sie ist zwar die kleinste, aber auch die lauteste. Sehen werden sie Sie kaum, denn ist hält sich im Hintergrund. Alle Strafmaßnahmen haben nichts genützt, es scheint so, daß wir damit leben müssen. Es hat aber auch was Gutes, denn so wissen wir immer wenn jemand kommt.

Und dann ist da noch Bobby, unser einziger Rüde, der 1998 bei uns von der Straße eingezogen ist. Von seinen Vorbesitzern, so fern es welche gab, wurde er wahrscheinlich mißhandelt, denn mit ihm war nicht gut Kirschen essen und viele unserer Arbeiter hatten jedesmal Streß mit ihm. Oft hatten wir uns schon überlegt, ihn woanders hinzubringen, aber keiner traute sich ihn zu fangen und fortzuschafffen. So lange man ihn in Ruhe läßt ist alles ok, inzwischen hat er auch gelernt, daß ihm in Sang Tong Huts nichts passiert, aber das hat lange gedauert. Mittlererweile hat er begriffen, daß streicheln sehr angenehm sein kann. Er verteidigt seinen Harem, so daß keine fremden Hunde nach Sang Tong Huts kommen. Manchmal kommt er mit bösen Wunden nach Hause, aber verarzten läßt er sie nicht. Es hat fast 4 Jahre gedauert bis er sein Vertrauen zu den Menschen wieder aufgebaut hat. Bobby starb 2006 eines natürlichen Todes


Das war der 2000 Hund, Judy, natürlich ein Mädchen. Schlau wie sie ist, ist sie im Alter von ca. 4 Wochen ins Haus von unserem Freund Ju in der Stadt gegangen. Dieser hat jedoch nichts mit Hunden am Hut und dachte an Sang Tong Huts. Er brachte sie uns mit der Frage ob wir sie noch nehmen würden. Alle stimmten natürlich zu. Sie sah erbrämlich aus, Muk hat sie erstmal gebadet, der Tierarzt kam und gab ihr ein paar Spritzen gegen die Reute. Dank guter Ernährung und Pflege entwickelte sie sich zu einem wunderschönen Kerlchen.
Wir hatten ja bisher schon viele Welpen, aber Judy schlägt alles bisher dagewesene. So frech, auch gegenüber den anderen Hunden, war bisher noch keine, nichts ist vor ihr sicher, dabei kann sie so unschuldig schauen. Auf dem ersten Photo ist sie ca. 3 Monate alt und weiß natürlich genau, daß es sich auf einem Kissen besser liegt als auf dem blanken Boden. Inzwischen ist sie eine richtige Hundedame, unsere kleiner Collie, sie hat auch begriffen, dass es sich bei den Gästen auf deren Terrasse oder Bett recht gut aushalten lässt, außerdem muß der Hut ja immer mal kontrolliert werden. Leider haben wir die Chance verpasst um gegen den Nachwuchs etwas zu tun und so bekam auch Judy Junge, von den jedoch nur zwei Jungs überlebten.
Wunderschöne natürlich, aber dann meinte Nelly jetzt ist Schluß mit lustig und schmiss auch Judy sehr zu meinem Leidwesen raus. Aber Judy ging nicht weit. Sie wohnt jetzt in Golden Hut bei unseren Nachbarn, wird jedoch nach wie vor von uns versorgt und ist inzwischen auch sterilisiert. Leider haben wir sie inzwischen aus den Augen verloren. Bild: Mama Judy mit Nachwuchs Gustav und Joseph, der auszog in die weite Welt.
Die Namen hat Toe ihnen aus einem pädagogischen Grund gegeben: Muk konnte kein F am Ende eines Wortes sagen, so hat sie es gelernt.


Hier noch mal Gustav, als "Großer"

einen leidenschaftlichen Begleiter unserer Gäste, supergoldig. Er war mein großer Liebling, da er mich sehr an meinen Hund in Deutschland erinnerte

vergiftet 2002.

Im Dezember 2004 fand Toe einen Sack im Jeep als er von der Stadt zurückkam. Bei näherem hinsehen bewegte sich dieser. Man hatte drei Welpen abladen: Sophie, Feu Tong und Hippo.
Sophie ist die Mutter von Sunny und Lauböhn. Sie fiel ebenso wie Hippo dem Gift zum Opfer. Feu Tong starb leider bei der Sterilisation.

Nach diesen Verlusten habe ich mich 2003 entschlossen einen hundesicheren Zaun um Sang Tong Huts zu bauen. Somit können die Hunde nur noch durch die Pforte das Grundstück verlassen.
Ein bißchen hat es schon geholfen.

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